Über den Gehorsam. Szenen aus Deutschland, wo die Unterwerfung des eigenen Willens unter einen Fremden als Tugend gilt
Im Mittelpunkt dieses 1968 entstandenen TV Dramas wird ein stiller Konflikt zwischen individuellem Wille und äußerer Autorität sichtbar. Die Erzählung zeigt, wie sich Menschen in alltäglichen Situationen zu Gehorsam hinreißen lassen und dabei eine scheinbar sittsame Haltung wahren. Ohne große... Read more
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About Über den Gehorsam. Szenen aus Deutschland, wo die Unterwerfung des eigenen Willens unter einen Fremden als Tugend gilt
Im Mittelpunkt dieses 1968 entstandenen TV Dramas wird ein stiller Konflikt zwischen individuellem Wille und äußerer Autorität sichtbar. Die Erzählung zeigt, wie sich Menschen in alltäglichen Situationen zu Gehorsam hinreißen lassen und dabei eine scheinbar sittsame Haltung wahren. Ohne große Action rückt der Film die Frage in den Vordergrund, wann Unterordnung zur gesellschaftlichen Tugend wird und welche Kosten das für das Selbstbewusstsein bedeutet. Durch urban- und ländliche Milieus wandernde Figuren - darunter eine Braut und eine sogenannte Schlange - spiegeln verschiedene Perspektiven die Komplexität moralischer Entscheidungen. Die Dialoge bleiben kühl und präzise, wodurch sich eine nüchterne, analytische Atmosphäre ergibt, in der keine einfachen Antworten gegeben werden. Der Blick richtet sich auf Machtstrukturen, Schuld und die Grauzonen menschlichen Verhaltens, statt auf dramatische Enthüllungen. Die Figuren wirken wie Spiegel der Gesellschaft, deren Erwartungen oft stärker wuchten als persönliche Wünsche. So wird der Blick frei auf Fragen nach Verantwortung, Schuld und dem Preis von Gehorsam.
Regie führte Egon Monk. Der Film wurde 1968 als deutsches Fernsehdrama realisiert und zeigt eine nüchterne, dialogorientierte Form, die typisch für das damalige Fernsehen war.
Der Film thematisiert die Spannung zwischen Autorität und individuellem Willen, Pflichtgefühl und Zweifel. Er fragt, wie Gehorsam in bestimmten Milieus zur Tugend stilisiert wird, ohne eindimensionale Antworten zu liefern. Die klare Inszenierung legt Wert auf Figurenbeziehungen, Alltagsrätsel und moralische Debatten statt auf spektakuläre Effekte.
In der deutschen Fernsehgeschichte steht das Werk exemplarisch für die Debatten der 60er Jahre über Autorität, Normen und gesellschaftliche Verantwortlichkeit. Obwohl er im Fachpublikum geschätzt wird, gilt er als eher zurückhaltend im Popkultur-Kontext, doch seine Themen bleiben relevant für Diskussionen über Gehorsam und Machtstrukturen.
Es sind keine bedeutenden Auszeichnungen bekannt und der Beitrag erhielt weder Oscar- noch Globusnominierungen. In Fachkreisen wird er vor allem als Beispiel für Egon Monks Fernseharbeit der späten 60er Jahre genannt. Seine Anerkennung beschränkt sich auf das Interesse an der politischen Debatte des Formats.
Details
- Release Date
- August 31, 1968
- Type
- Movie
- Genres
- Drama
- Country
- Germany
- External Links
- View on IMDB
Cast
Witta Pohl
Braut, Erklärerin
Carola Regnier
Schlange, Erklärerin
Eberhard Fechner
Landwirtschaftlicher Beamter
Gert Haucke
Der feine Gehorsam
Gerhard Olschewski
2. Arbeiter
Benno Gellenbeck
5. Arbeiter / Polizist
Charles Brauer
Journalist
Heinz Schubert
Der grobe Gehorsam
Josef Dahmen
Volksbeauftragter
Karl Meixner
4. Delegierter
Director: Egon Monk